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Drei ‚atmosphärische‘ Tipps für junge Menschen mit Führungsambitionen

Das erfolgreich absolvierte Studium und den gelungenen Einstieg in das Berufsleben verbinden viele junge Menschen mit hohen Erwartungen an die persönliche Karriereentwicklung. Einmal angekommen im Alltag eines Unternehmens stellen sie fest, dass fachliches Wissen und antrainiertes Verhalten aus der bisherigen Lebenserfahrung nicht ausreichen und soziale Kompetenzen für den beruflichen Erfolg eine entscheidende Rolle spielen. Über die kognitive Ebene antrainiertes Wissen und angenommene Routinen stoßen in unvorhergesehenen, volatilen und komplexen Situationen mit anderen Menschen schnell an ihre Grenzen. Die Arbeitswelten des beginnenden 21. Jahrhunderts fordern jedoch eine immer höhere Flexibilität, Dynamik und Veränderungsbereitschaft in immer kürzeren zeitlichen Frequenzen von ihren Mitarbeitern. Maschinen werden zum ernstzunehmenden Rivalen humaner Arbeitskraft und anders wie in vergangenen Epochen bleibt den Menschen nur wenig Zeit sich auf die neue Zeit einzustellen.

Es stellt sich die Frage, welche ‚sozialen Erfolgsfaktoren‘ jungen Menschen frühzeitig vermittelt werden sollten, um den Anforderungen moderner Berufswelten gerecht zu werden.
Unsere drei wichtigsten Tipps für Nachwuchsführungskräfte stellen wir Ihnen nachfolgend vor.

Die eigene Wirkung auf andere kennen und weiterentwickeln

Sind wir uns der persönlichen Wirkung auf andere Menschen bewusst, kennen wir unseren Anteil an einer gelungenen oder misslungenen zwischenmenschlichen Interaktion? Wie Menschen sich in einer bestimmten Situation des Lebens gegenüber anderen verhalten, welche persönliche Note sie in einem ersten Eindruck hinterlassen, wird durch angenommene Verhaltensmuster angelegt. Alle subjektiven guten und schlechten Erfahrungen, alle vermittelten Werte und Konventionen beeinflussen, ob ein Mensch einladend, offen und konstruktiv oder eher abweisend, verschlossen und zurückhaltend in den Kontakt mit anderen Menschen geht. In einem Unternehmen treffen viele Menschen mit ihren fachlichen und sozialen Fähigkeiten zusammen. Sich grundsätzlich der eigenen Wirkung bewusst zu sein ist genauso ein Geschenk, wie regelmäßiges Feedback anderer Menschen anzunehmen. Selbstbesinnung und Feedback sind unsere Orientierungspunkte, eigene Talente verantwortlich im Umgang mit anderen einzusetzen und Wirkungsdefizite abzubauen.

Aktiv das ‚Betriebsklima‘ mitgestalten

Ob ein Arbeitsplatz als attraktiv empfunden wird, hängt nicht alleine von monetären Aspekten, reizvollen Aufgaben oder dem Erfolg des Unternehmens ab. Eine bedeutende Rolle spielen die persönlichen Gefühle und Stimmungen aller beteiligten Menschen, die Einfluss nehmen auf die emotionale Qualität eines Gespräches, das Zusammenwirken einer Abteilung oder die Atmosphäre insgesamt. Was intern als Unternehmenskultur erlebt wird, beeinflusst in der Außenwirkung das Image und die Attraktivität eines Arbeitgebers. Menschen neigen dazu, in unangenehmen Begegnungen mit Vorgesetzten, Kollegen oder Mitarbeitern betroffen oder ablehnend zu reagieren und ‚spiegeln‘ das negative Verhaltensmuster anderer. Ebenso kann die negative Stimmung einer Abteilung oder die belastete Atmosphäre des gesamten Unternehmens dazu führen, dass Menschen sich emotional isolieren, ihre Produktivität verlieren oder sogar ihre Arbeit als psychische Belastung erleben. Die nicht messbare Dimension atmosphärischer Aspekte in einem Unternehmen nimmt daher großen Einfluss auf etwas Messbares wie den Unternehmenserfolg. Übernehmen Menschen jedoch im persönlichen Kontakt mit anderen eine aktive Verantwortung für die Qualität einer Beziehung oder die Stimmung insgesamt, verändert sich ihre Perspektive. Wir haben die Wahl, ob wir passiv menschliche oder thematische Defizite registrieren, oder in das Geschehen eingreifen und zur aktiven Quelle eines einladenden und produktiven Betriebsklimas werden.

Atmosphärisches Gespür trainieren

Meistens ist es eine Frage von Sympathie oder Antipathie, ob Beziehungen gelingen, schwierig werden oder sogar abgelehnt werden. Da Menschen danach streben, die eigene Bestätigung im anderen Menschen zu finden, bewerten sie die Qualität einer menschlichen Verbindung nach subjektiven Kriterien, die aus den eigenen Erfahrungen, Werten und Verhaltensmustern gespeist werden. Empfinden wir Antipathie, ergeben sich häufig destruktive Verhaltensketten, die auf diesen Mustern aufgebaut sind und kaum variiert werden. Erleben wir eine ablehnende Haltung des anderen, reagieren wir mit hoher Wahrscheinlichkeit ebenfalls ablehnend, was in den meisten Fällen zum Aufbau von Distanz oder einer grundsätzlichen Abneigung führt. Findet eine Begegnung in einer angenehmen und verbindenden Form statt, wird schnell Sympathie aufgebaut. Im Bewusstsein dieser menschlichen Automatismen ist es lohnenswert, der atmosphärischen Einstimmung auf ein Gespräch oder sozialen Kontakten in der Gruppe den gleichen Stellenwert zu geben, wie der inhaltlichen Vorbereitung. Gehen wir mit atmosphärischer Offenheit in einen sozialen Kontakt, sind wir weniger anfällig für destruktive Automatismen. Wird eine Situation schwierig, haben wir die Wahl, unseren Gesprächspartner oder einen Gruppenprozess jederzeit mittels einer atmosphärischen Intervention positiv zu überraschen.

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Drei ‚atmosphärische‘ Tipps für junge Menschen mit Führungsambitionen