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Zu den Wurzeln der Atmosphärengestaltung – Erfahrungsbericht zur Ausbildung zum Atmospheric Practitioner

Man kann die Menschen bekanntlich nicht zu ihrem eigenen Glück zwingen, sie müssen sich schon selbst bewegen. Meine Aufgabe als Führungskraft sehe ich entsprechend darin, meinen Mitarbeitern eine attraktive Richtung aufzuzeigen und ihnen ihre ersten Schritte so leicht wie möglich zu machen. Ich habe in meinem Job keine Personalverantwortung, obwohl ich ein Team aus diversen Abteilungen im Rahmen eines Projektes anleite. Wie soll ich also sie motivieren, wenn ich ihnen z.B. keine Boni anbieten kann?

Ich kann versuchen, alles zu tun, dass sie gerne im Projekt arbeiten und für die Sache brennen. Dabei sah ich den Schlüssel nicht nur in der Interaktion mit dem Team, sondern auch in dem, wie man selbst auf andere bewusst oder unbewusst wirkt. Aus diesem Grunde wollte ich durch das Training folgende Fragen für mich beantworten:

  1. Wie wirke ich auf die Anderen?
  2. Wie nehme ich die Anderen wahr?
  3. Wie kann ich eine knifflige Situation auflockern?

Die Ausbildung an sich stellt einen Mix aus Theorie zu Atmosphären, Wahrnehmung und Führungsstilen und den dazu gehörigen praktischen Übungen dar. Der theoretische Part wird sehr gut in einem ausgedehnten praktischen Teil gefestigt, sodass man keine Bedenken haben braucht, den Stoff zu vergessen. Man sollte schon eine gewisse Offenheit gegenüber den Themen und Übungen mitbringen, um das volle Potenzial auszuschöpfen. Die Übungen sind kein bisschen esoterisch, viel mehr dynamisch und interaktiv. Als Teilnehmer wird man teilweise mit sozial wenig angebrachten Situationen konfrontiert. In einer Übung sollten wir z.B. andere Teilnehmer ganz genau ansehen, während wir selbst von diesen angesehen wurden. Auf diese Weise konnten wir die Präsenz des anderen in der eigenen Wahrnehmung am eigenen Leib spüren und so zum Kern der atmosphärischen Wahrnehmung vordringen.

Was darf man von dieser Ausbildung erwarten und was nicht

Man bekommt eine neue „Sprache“ beigebracht, mit deren Hilfe man im Alltag die eigenen Wahrnehmungen besser beschreiben kann. Kannst du das Problem in eigenen Worten wiedergeben, hast du den Kern des Problems verstanden und kannst es idealerweise beheben. Die Inhalte des Trainings fußen auf jahrzehntelanger Forschung, welche in einer sehr komprimierten, aber dennoch gut verständlichen Form präsentiert werden. Man bekommt ganz viele Impulse und Gedankenanstöße, die bei jedem Teilnehmer etwas anderes auslösen. Nach dem ersten Teil der Ausbildung habe ich beispielsweise angefangen, unbewusst vergangene berufliche Situationen aus einer anderen Perspektive zu betrachten und sah im Nachhinein andere Lösungswege, die für mich vor dem Training nicht sichtbar waren. Nach dem letzten Ausbildungstag und vor allem nach der Übung zur Selbstreflexion hat sich in meinem Kopf metaphorisch gesehen ein Knoten gelöst. Von anderen Teilnehmern hörte ich, dass sie die Übungen aus dem Training auch auf private Situationen übertragen haben, um diese aufzulockern.

Man darf allerdings nicht erwarten, dass man durch die Ausbildung alle beruflichen Probleme loswird. So funktioniert atmosphärische Führung leider nicht. Wir fangen bei uns selbst an und versuchen, unsere eigene Disposition zu erweitern und unbefangener in die Situation zu gehen, um diese aus unserer „subjektiven Objektivität“ zu sehen. Nach dieser Ausbildung wird man nicht zu einem Experten in Sachen Arbeitsklima, aber die eigenen Sinne werden geschärft, sodass man den entscheidenden Schritt in Richtung Atmosphärenveränderung macht. Die gewonnenen Kenntnisse kann man nach Bedarf weiter vertiefen, sodass man mehr Wissen und Einsichten in das komplexe Thema erhält.

Location, Setting, Orga

Das Training fand direkt in den Räumlichkeiten der Plato Academy im Rheinwerk statt. Unser Trainingsraum war ausgezeichnet ausgestattet und die Kirsche auf der Sahnetorte bildete der direkte Rheinblick <3 Es ist aber auch möglich, das Training in Räumlichkeiten eines Unternehmens zu absolvieren, wenn man beispielsweise eine ganze Gruppe (8-12 Teilnehmer) hat.

Beim Training sind zwei Trainer anwesend, welche sich je nach inhaltlichem Part abwechseln. Man darf und sollte jederzeit Fragen stellen, die beachtet und beantwortet werden.

Getränke (Wasser, Kaffee und Tee) sowie kleine Snacks wurden bereitgestellt. An jedem Ausbildungstag gab es eine Mittagspause, in der man in die nächst gelegenen Cafés und Restaurants gehen konnte.

Für wen ist dieses Training

Die Zielgruppe des Trainings sind Führungskräfte im mittleren und oberen Management, Manager mit und ohne Personalverantwortung und alle Interessierte. Als Projektmanagerin ohne Personalverantwortung ist mir in meinem Job wichtig, dass eine angenehme, offene und produktive Atmosphäre in meinem Team herrscht. Da ich keine Personalverantwortung habe, kann ich dies nur auf zwischenmenschlicher Ebene erreichen.

Abschließendes Fazit

Die drei anfangs für mich selbst formulierten Fragen habe ich nach und nach durch das Training für mich beantworten können. Ich habe soo liebe Menschen beim Training kennengelernt, welche mir zusätzlich das Gefühl gegeben haben, dass ich nicht alleine mit meinen herausfordernden Situationen stehe. Nach dem Training merke ich, dass ich die neu erlernten Begrifflichkeiten verwende, wenn ich im Kopf eine Situation analysiere 😊 Ob ich das Training weiterempfehlen würde? Ja, ganz eindeutig! Allerdings nur für diejenigen, die auch bereit sind an sich zu arbeiten, denn dort liegt die Wurzel zur Atmosphärengestaltung 😉

Disclaimer

Neben solchen Eigenschaften wie „ich bin eine Frau“, „ich bin eine Projektmanagerin“ usw. bin ich die Frau von Christian Julmi, welcher neben Guido Rappe der Begründer der Methode der Atmosphärischen Führung und der Geschäftsführer der Atmospheric Art GmbH ist. Man könnte daher meinen, mein Erfahrungsbericht wäre parteiisch. Dem möchte allerdings entgegenbringen, dass ich mit den Inhalten der Forschung meines Mannes nur selten in Berührung komme. Hierzu gibt es diverse Erklärungen, die treffendere davon ist jedoch folgende: Mein Mann veröffentlicht als Wissenschaftler viele Artikel und Bücher (quasi wie am Fließband), welche ich allerdings aus Zeitmangel nicht alle lesen kann. So war der Inhalt der Ausbildung zum Atmospheric Practitioner auch für mich komplett neu. Ich habe die Inhalte aus der Sicht eines Projektmanagers wahrgenommen und versucht die wichtigsten Informationen und Essenzen für euch in einem Erfahrungsbericht zusammenzufassen.

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Zu den Wurzeln der Atmosphärengestaltung – Erfahrungsbericht zur Ausbildung zum Atmospheric Practitioner